Thailams & Co.
ayurvedische Massageöle

Ayurveda kennt eine große Anzahl von Heilpflanzen. Der Schatz der ayurvedischen Heilkunde ist die Verarbeitung von Ölen und fettigen Substanzen (Ghees), die ihre Wirkung und ihr Indikationsspektrum extrem erhöht. Die wichtigsten Unterscheidungen sind Thailams, die auf Sesamölbasis hergestellt werden, Kerams mit Kokosöl als Grundlage und Kuzhambus, bei denen Rizinusöl hinzugegeben wird.

Die Herstellung ist relativ langwierig und kann mehrere Tage dauern. Zunächst macht man eine Kräuterabkochung, bei der eine Kräuter-Wasser-Mischung solange geköchelt wird, bis sie auf in der Regel ¼ der Ausgangsmenge verringert ist. Nach dem Abfiltern der Kräuter wird dieser Heilpflanzensud in das Basisöl gegeben. Diese Mischung wird wiederum solange gekocht, bis die Flüssigkeit der Kräuterabkochung verdampft ist und nur die Kräuterbestandteile im Öl zurückbleiben. Auf diese Weise entstehen zahlreiche therapeutische Öle mit den unterschiedlichsten Wirkungen, je nach den Qualitäten der verschiedenen Heilpflanzen und zum Teil durch weitere Zugaben wie Milch und Ghee. Der lange Kochprozess hat die feinmolekulare Struktur der Öle so verändert, das sie sehr schnell und effektiv ins Gewebe einziehen. Die Öle wirken reinigend, aufbauend, Stoffwechsel anregend, kühlend oder erhitzend. Sie sind hauttherapeutisch oder nervenstärkend - jedes der zahlreichen Öle hat seine speziellen Anwendungsgebiete. Sie sind nicht nur einfach Massageöle sondern vielmehr eine heilkundliche Pflanzenanwendung über die Haut.

Natürlich haben die sogenannten medizinierten Öle, die Thailams, wegen ihrer besonders aufwendigen Herstellung ihren Preis und sind nicht unbedingt für reine Wohlfühlmassagen angezeigt, für die die ebenfalls qualitativ hochwertigen und gereiften oben beschriebenen Bio-Öle eine gute Altenative darstellen. Auch in Indien wird nicht flächendeckend mit Thailams gearbeitet.

Reinheitsgebote und Schwermetalle

Leider haben Medienberichte das Vertrauen in einige ayurvedische Produkte erschüttert. Auch indischen Herstellern und internationalen (europäischen) Importeuren ist das Problem der gelegentlichen Belastung mit Schwermetallen bekannt. Heute sind folgende verbindliche Standards erarbeitet worden:

Im Indischen Gesetz vom 01.01.2006 steht: Alle Ayurveda-Produkte, die offiziell aus dem Land exportiert werden, müssen den internationalen Kriterien von Reinheit standhalten. Exporteure sind verpflichtet, Zertifikate von international anerkannten Laboren zu erbringen, die die Reinheit der Produkte dahingehend belegen, dass die Richtwerte der WHO eingehalten werden (besonders für die Schwermetalle Quecksilber, Blei, Arsen und Kadmium).

Die Einhaltung des Gesetzes wird streng überwacht. Es gibt ein Qualitätssiegel (GMP-Prädikat) und eine ISO-Zertifizierung. Einige Anbieter in Deutschland lassen die importierten Chargen noch zusätzlich im Labor überprüfen. Schwermetallhaltige so genannte Rasa-Produkte, die durch mangelhafte Verarbeitung Vergiftungen ausgelöst haben, sind in Deutschland nicht zugelassen. Viele Ayurveda-Öle sind schon in biologischer Qualität zu bekommen, wenngleich noch nicht alle eine Bio-Zertifizierung nach unseren westlichen Maßstäben erhalten haben.

Autor: HP Roman Kupsa, Kalari- und Ayurveda-Therapeut
Kontakt: 040 608 488 94

Bezugsquelle Ayurveda Produkte Amla Natur GmbH
Wie sicher sind unsere Ayurveda-Produkte? weiter lesen
Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. August 2015 von Amla Natur