Saundarya: „Schönheit und Ausstrahlung“

Was ist Saundarya?

Saundaria steht für eine Vielzahl von ayurvedischen Schönheitsbehandlungen (beachten Sie auch www.villaveda.de) und befaßt sich sowohl mit der inneren als auch der äußeren Schönheit des Menschen. Die Haut wird (nicht nur) im Ayurveda als Spiegel der Seele betrachtet. Als unser größtes Organ ist sie Ausdruck unserer Gesundheit aber auch unserer körperlichen und seelischen Disharmonien.

Mit einer ausgewogenen naturkosmetischen Haut- und Körperpflege nach ayurvedischen Regeln erhalten wir ein gutes Aussehen, das sich durch typgerechte Ernährung und Harmonie von Körper, Geist und Seele zur ganzheitlichen Schönheit entfaltet.

Die Haut aus ayurvedischer Sicht

Hautschichten:

Vata Oberhaut (Epidermis) und Lederhaut (Cutis)

Pitta Lederhaut und Grenze zur Oberhaut

Kapha Unterhautfettgewebe (Subcutis) und Lederhaut

Funktionen von Vata, Pitta und Kapha in der Haut:

Vata Wahrnehmung, Nervenstrukturen, Stofftransport, Bewegungsvorgänge

Pitta Stoffwechsel, Durchblutung, Zellversorgung, Wärmebildung und Wärmeregulation

Kapha Flüssigkeiten, Lymphe, Talg- und Fettbildung, Form- und Strukturgebung, Grundsubstanz

Hauttypen-Bestimmung

  1. Die Vata-Haut:

ist feinporig, dünn, kühl, trocken bis rauh, tendenziell spröde

und manchmal ledern. Sie reagiert stark mit Reizungen auf Kälte und Trockenheit, neigt zu Trockenekzemen und Faltenbildung, ist häufig blaß, bräunt aber schnell in der Sonne. Sie zeigt wenig Hautunreinheiten, nur im Stirnbereich Neigung zu Grieskörnern. Eventuell dunkle Pigmentierung an den Wangen oder dunkle Augenringe. Der Haut fehlt häufig Tonus und Vitalität. Unter Stress sieht sie grau aus.

  1. Die Pitta-Haut:

ist gut durchblutet, empfindlich, leicht fettig und großporig im T-Bereich, neigt zu Sommerprossen, Hautirritationen und Unreinheiten sowie geplatzten Äderchen. Sie ist sonnenempfindlich und neigt zu Rötungen, besonders leicht zur Schamröte. Eitrige Entzündungen, Ausschläge, Brennen und Hitze besonders im Gesichts-Mittelbereich. Reaktionen auf Chemikalien und Konservierungsstoffe sind nicht selten.

  1. Die Kapha-Haut:

zeigt typisch einen weißbläulich hellen Teint, ist dick, glatt, sanft, fettig und großporig. Sie ist feucht, kühl und weich sowie relativ unempfindlich gegen Hitze und Sonne. Sie neigt zu Pusteln, Pickeln und zystischen Gebilden besonders im Mund-, Kinn und Halsbereich mit zäher, fettiger Sekretion.

Gesichtszonen

Vata Kopfhaut, Haaransatz, Stirn bis zu den Augenbrauen, die Ohren

Pitta Augenbrauen, Augenpartie, Nase, Wangenpartie

Kapha Oberlippe, Unterkieferbereich mit Kinn, Halsansatz

Körperliche Merkmale der Konstitutionstypen

Vata

Leptosom oder Astheniker (Element Wind, Äther)

Körperbau leicht, feingliedrig, klein oder groß

Gewicht gering (meist zu wenig)

Gesicht klein, hager, ängstlicher Augenausdruck

Haare spärlich dünn, trocken, häufig Schuppen oder Haarausfall

Hände klein, kalt, rissig, schmale Gelenke, hervorstehende Venen

Pitta

Athlet (Element Feuer)

Körperbau mittelgroß, durchschnittlich ausgeprägt

Gewicht ausgeglichen mit guter Muskulatur

Gesicht mittlere Größe, rötlich bis kupferfarben, eckig

Haare mäßig, fein, weich, häufig frühzeitig ergraut

Hände mittlere Größe, rosig, warm

Kapha

Pykniker (Elemente Wasser und Erde)

Körperbau stämmig, klein oder groß, großgliedrig

Gewicht schwer, Tendenz zur Fettleibigkeit

Gesicht große, runde, weiche Züge, oft bläulich-blass

Haare kräftig, reichlich, ölig

Hände kräftig, groß, fest, feucht.

Je nach Konstitutionstyp oder Mischtyp aus jeweils zwei dominierenden Energien unterscheiden sich auch die Hauttypen voneinander. Die Eigenschaften der Haut müssen jedoch nicht zwangsläufig mit den typischen Konstitutionsmerkmalen übereinstimmen. Die Auswahl der Pflegeprodukte und die individuellen Behandlungsformen sollten immer direkt auf die Bedürfnisse und Eigenschaften der Haut abgestimmt werden.

Margrit Witt-Horchler, Ayurveda-Spezialistin u. Heilpraktikerin, Dozentin

Ayurveda Schule Hamburg www.villaveda.com

Ayurveda Michaelis-Quartier www.villaveda.de

dividuelle und typgerechte

Individuelle

Behandlungsstrategien

Trockenheit, Unreinheiten, Irritationen usw. in den einzelnen Gesichtszonen können z.B. auf eine Dosha-Störung (Vata, Pitta, Kapha gestört) hinweisen. Bei der Behandlung (Wärmekompressen, Peeling, Massage, Maske) dann besonders auf die Auswahl der Öle, Durchführung und Intensität der Gesichtsmassage achten.

Kriterien für ein Dosha-Ungleichgewicht

Eine trockene, schuppige Stirn weißt z.B. auf ein gestörtes Vata hin. Wir empfehlen nährende Öle, Wärmebehandlungen und Ratschläge gegen Stress und hektische Lebensweise. Eine sehr behutsame und einfühlsame Massage ist hier angezeigt.

Empfindliche Augen, geplatzte Äderchen auf den Wangen deuten auf ein Pitta-Ungleichgewicht hin. Oft bilden hier unüberwundener Ärger und Wut unterschwellig die Grundlage für das Problem. Aloe-Vera-Öl und Rosenhydrolat (verdünnt) wären passend sowie besänftigende und kühlende Behandlungsstrategien.

Ist die Haut im Kinnbereich unrein, spiegelt sich der Zustand der Kapha-Energie wider. Stoffwechselschlacken (Sanskrit: Ama), die sich als unreine Haut ausprägen, können mit regelmäßigen Reinigungsbehandlungen (z.B. Getreide- oder Sandelholzpeeling) und Ausleitungsmaßnahmen (Fasten, Entlastungstage) sowie einem regelmäßigen Sport- und Bewegungsprogramm verringert werden.

Auswahl der Öle und Essenzen

Vata

Avocado, Mandel, Aprikosenkern

Ylang, Sandelholz, Rosenholz

Pitta

Aloe Vera, Mandel, Aprikosenkern, Jojoba, Calendula

Rose 10%, Jasmin, Neroli, Sandelholz

Kapha

Mandel, Aprikosenkern, Jojoba

Lavendel, Cistrose, Grapefruit

Ubtans - Ayurvedische Schälkuren

Vata

Hafermehl oder Mandelkleie mit süßer Sahne oder Öl und Hydrolat

Sandelholzpulver mit Öl oder Sahne und Hydrolat

Pitta Sandelholzpulver mit Hydrolat und Joghurt

Kapha Kichererbsenmehl oder Sandelholzpulver mit Hydrolat.